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Durch Reiki in die Psychose
- von Bettina -
Ja, nun schreibe auch ich meine Geschichte mit der Lichtarbeit, nachdem ich so viele andere Geschichten gelesen habe und immer dachte, bei mir gibt es kein Happy End, wie bei allen anderen.
Das ist also meine Geschichte:
Mit 39 Jahren habe ich noch einmal ein Fernstudium absolviert und als Psychologische Beraterin abgeschlossen. Ich war kurz davor, mich selbstständig zu machen, da wurde mir von einigen meiner Mitstudierenden Reiki ans Herz gelegt. Es dauerte auch nicht lange, da bekam ich über die Volkshochschule einen äußerst preiswerten Kurs, in dem man die Einweihungen in den ersten Grad bekommen sollte. Ich hatte vorher keine Ahnung, auf was ich mich da einlasse und auch noch nie Reiki bekommen. Ehe ich mich versah und ohne großartige Erklärung bekam ich meine Einweihungen, die in vier Teile zerlegt war. Ich fühlte mich zunächst blendend hinterher, glaubte übersinnliche Fähigkeiten zu haben und so weiter. Zwar wurden wir gewarnt, keinem Menschen etwas Böses zu wünschen, sonst würden wir in der Psychiatrie landen und dort nie wieder rauskommen. Aber da bestand ja keine Gefahr. Wir waren ja gewarnt.
Ich praktizierte, wie empfohlen, Reiki jeden Tag. Darüber hinaus befasste ich mich mit Aura-Lesen. Und dann kam das Aus: Ich bekam eine Psychose und musste – da auch noch eine schwere Depression dazu kam, insgesamt 15 Monate in eine geschlossene Psychiatrie. Mittlerweile nennt sich das Ganze Schizophrenie und die Depression ist auch noch da. Ich kann meinen Beruf, für den ich gelernt hatte, nie wieder ausüben. Die Reiki-Meisterin von damals sagt immer nur, dass das mit Reiki nichts zu tun hätte und lehnt jede Verantwortung ab.
Irgendwie bin ich dann auf diese Seite (www.achtung-lichtarbeit.de) hier gelangt und las die Berichte anderer Aussteiger. Da fand ich mich wieder. Ein wenig neidisch las ich aber, dass es alle zum Glauben an Jesus geschafft hatten. Ich dagegen konnte nicht glauben. Dennoch betete ich, versuchte, meine Sünden zu bekennen und hoffte auf eine Erfahrung, wie sie in den andren Berichten vorkam.
Es musste erst einige Zeit vergehen, bis ich an einer Evangelisation einer freikirchlichen Gemeinde teilnehmen konnte. Die Vorträge gingen vier Abende lang. Im Anschluss gab es jedes Mal die Gelegenheit einer Seelsorge und einer gemeinsamen Bekehrung. Bereits am ersten Abend hätte ich die Gelegenheit wahrnehmen können. Aber ich traute mich nicht. Ich las die Vita des Predigers und besuchte alle vier Abende. Am allerletzten Abend traute ich mich endlich in die Seelsorge. In einem gemeinsamen Gebet übergaben wir Gott unser altes Leben mit all seinen Sünden und baten um das Geschenk des Glaubens.
Nun, so glaubte ich, müsste etwas Gravierendes passieren, irgendetwas Durchschlagendes. Aber bei mir passierte nichts, gar nichts. Ich war enttäuscht.
Als ich zu Hause war, hatte ich allerdings das starke Verlangen in der Bibel zu lesen. So begann ich, wie empfohlen mit dem Johannesevangelium. Obwohl ich die Inhalte zum Teil von früher kannte, fesselte mich der Inhalt, dass ich immer weiter las. Jeden Morgen wurde ich zwei Stunden vor dem Aufstehen wach und nutzte die Zeit fürs Bibellesen. Und nach zwei Tagen passierte etwas: Ich empfand eine Freude, die ich seit Jahren nicht mehr kannte und die nur vergleichbar war mit der Freude über die Geburt meiner beiden Kinder. Nun aber empfand ich eine solche Freude einfach so, beim Bibellesen. Das Ganze wird umso erstaunlicher, weil ich ja bis dato unter schweren Depressionen litt und da empfindet man gar nichts, keine Freude, keine Trauer, gar nichts. Das war mein Erlebnis. Ich wusste, jetzt war ich zum Glauben gekommen. In der Bibel lese ich nun täglich und da möchte ich den Prediger zitieren: “Im Gebet sprechen wir zu Gott. Beim Bibellesen spricht Gott zu uns.“ In diesem Sinne wünsche ich allen, die dies lesen, eine ähnlich positive Erfahrung.
Bettinas Zeugnis wurde mit freundlicher Genehmigung durch Herrn Eckart Haase von der Homepage www.achtung-lichtarbeit.de entnommen.
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